Herrmann Graebke wurde im Kalandshaus in der Schulstraße 5 in einer alteingesessenen Lenzener Familie als Sohn eines Lehrers geboren. Graebke besuchte nach der Schulzeit die Lehrerseminare in Potsdam und Charlottenburg und war von 1853 bis 1865 in Putlitz als Lehrer tätig. Von 1866 bis zu seinem Tode war er Lehrer in Berlin. Dort gründete er einen Verein zur Pflege des Plattdeutschen , der sich „de Upgow stellt het, de plattdütsch Sprok to hegen un to plegen, damit se nich verloren geiht.“ Seine meist in Mundart geschriebenen Werke zeigen seine Verbundenheit mit der Landschaft seiner Heimat und ihrer Bewohner. Sein Grab befand sich auf dem Evangelischen Karlshorster und Neuen Friedrichsfelder Friedhof in Berlin-Karlshorst. Er ist Autor des Prignitzliedes Mien Prignitzland. In Pritzwalk ist eine Straße nach ihm benannt.
Mien Prignitzland Wo de Elwstrom geiht, dörch dat Land sich dreiht Haogel, Löcknitz, Steppnitz un de Doss‘, wo so wunnerschön Heid‘ un Wischen blöhn un up saftig Weid werrd fett de Oss:
Ach, dat schöne Land is mien Heimaotland, is mien leev, mien herzleev Prignitzland. Wo nääbn Weitenland sick hentreckt de Sand un in’n Fichtenwald de Heester schreit, dörch daen Eikenwald Dag un Nacht luud schallt, wat de Nachtigall allns singen deit: Ach, dat schöne Land is mien Heimaotland, is mien leev, mien herzleev Prignitzland. Wo mien Weeg het staohn, ick in d‘ School bün gaohn, mien leev Öllern sick hemm plackt un plaogt, so naoh plattdüütsch Oort, jedwer hölt sien Woort un sien Noot daen leeven Herrgott klaogt: Ach, dat schöne Land is mien Heimaotland, is mien leev, mien herzleev Prignitzland Text: Hermann Graebke (um 1900)
Die Prignitz Historisch
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